Ich weiß schon, was ich in den nächsten Tagen und Wochen streamen werde: „Dexter“ auf Netflix. Die Emmy-prämierte Serie stammt aus den früheren 2000er Jahren und hat mich damals schon in ihren Bann gezogen. Wobei ich zugeben muss, dass mir insbesondere die ersten vier Staffeln besonders gut gefallen haben. Ein Rewatch ist daher angesagt!
Inhaltsübersicht
- Der freundliche Serienmörder von neben an – darum geht es in „Dexter“
- Warum man sich „Dexter“ auf Netflix ansehen sollte
- Wie viele Folgen gibt es von „Dexter“ auf Netflix?
- Fazit
Der freundliche Serienmörder von neben an – darum geht es in „Dexter“
Dexter Morgan (gespielt von Michael C. Hall) ist Forensiker des Miami Police Department und spezialisiert auf die Analyse von Blutmustern und Blutspritzern und eigentlich allem, was mit Blut zu tun hat. Er hat eine Freundin – Rita (gespielt von Julie Benz) und eine sehr enge Beziehung zu seiner (Adoptiv-)Schwester Debra (gespielt von Jennifer Carpenter), die ebenfalls bei der Polizei arbeitet.
Soweit – so normal! Okay, zugegeben: Der Beruf als Blutspritzerspezialist ist jetzt nicht sooo alltäglich. Aber irgendwer muss den Job ja machen und Dexter ist wirklich gut darin. Das könnte mit seinem „Nebenjob“ als selbsternannter Rächer und Serienkiller zu tun haben.

Nachts wird aus dem immer freundlichen und beliebten Polizeikollegen nämlich eine unbarmherzige Killermaschine.
In der ersten Staffel der Serie erfährt man sehr viel über Dexters Hintergrundgeschichte. Nach dem Mord an seinen Eltern wurde er von der Familie Morgan adoptiert.
Schon früh erkennt Vater Harry (gespielt von James Remar) – selbst ein Polizist, dass Dexter besorgniserregende Neigungen zeigt. Statt ihn zu „heilen“, lernt Harry dem jungen Dexter, sich anzupassen. Aber auch zu jagen, anzugreifen und schließlich auch zu töten. Harrys Codex sieht jedoch vor, dass Dexter nur jene Menschen töten „darf“, die selbst Killer sind – jedoch durch das bestehende Rechtssystem keiner gerechten Strafe zugeführt werden konnten.
Warum man sich „Dexter“ auf Netflix ansehen sollte
Die Psychologie dahinter
Dexter und sein „Ehrenkodex“ sind ein faszinierendes Studienobjekt für Fragen nach Moral, Schuld und Selbstjustiz. Seine inneren Monologe bieten einen Einblick in seine Gedankenwelt und seine ständigen Selbstreflexionen über sein eigenes Wesen.
In puncto Selbstreflexion ist er seinen Mitmenschen oft um einiges voraus. Dexter kämpft mit dem Konflikt zwischen seinen animalischen Trieben und dem Bestreben, ein normales Leben zu führen. Diese doppelte Natur von Dexter – sowohl als brutaler Serienmörder als auch als Mensch, der nach Verbindung und Bedeutung sucht, führt dazu, dass man sich leichter mit ihm identifizieren kann. Dazugehören will ja jeder.

Dexters Charakterentwicklung
Ein zentraler Handlungsstrang der Serie bildet Dexters Charakterentwicklung und seine Suche nach menschlichen Beziehungen. Wir lernen Dexter als scheinbar gefühllosen Serienmörder kennen, der seine Taten mit kalter Präzision ausführt und keine emotionale Bindung zu anderen Menschen zu haben scheint.
Im Laufe der Serie beginnt diese Fassade jedoch zu bröckeln. Die innere Zerrissenheit von Dexter zwischen seinem Bedürfnis nach Nähe und seinem dunklen Verlangen nach Töten verleiht seinem Charakter eine dramatische Komplexität.

Spannende Handlung
In „Dexter“ trägt die Struktur jeder Staffel wesentlich zur Spannung bei, da jede Staffel einen Hauptantagonisten einführt, der Dexters Gegenpart darstellt und die Handlung vorantreibt. Diese klare antagonistische Dynamik sorgt für eine kontinuierliche Steigerung der Spannung von Folge zu Folge.
Die Charaktere der Antagonisten sind oft ebenso faszinierend und komplex wie Dexter selbst, was zu einer fesselnden Interaktion zwischen ihm und seinem Gegenspieler führt.
Die Serie schafft es außerdem durch unerwartete Wendungen und überraschende Enthüllungen, die Spannung konstant aufrechtzuerhalten.

Staffel 4 von „Dexter“
Wenn ich mir eine Staffel aussuchen müsste, die man als Serienfan unbedingt gesehen haben muss, würde ich mich für die vierte Staffel entscheiden.
John Lithgow spielt Arthur Miller – den höchst effizienten „Trinity-Killer“. Ein Serienkiller, von dem nicht einmal das FBI überzeugt ist, dass es ihn wirklich gibt. Er mordet schon seit Jahrzehnten – unbemerkt. Nur Jack Lundy (gespielt von Keith Carradine) – ein ehemaliger FBI-Agent – ist ihm auf der Spur.
Dexter betrachtet Arthur einerseits als Vorbild, da Arthur es geschafft hat, seine Identität als Serienmörder über Jahre hinweg erfolgreich zu verbergen. Trotzdem ist Dexter fest entschlossen, Arthur zu entlarven und ihn zur Strecke zu bringen, um seine eigene Existenz zu schützen und um Rache für Arthurs vergangene Taten zu üben.
Daraus entsteht ein wildes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem beide versuchen, den anderen zu überlisten und gleichzeitig ihre eigenen dunklen Geheimnisse zu wahren.

Wie viele Folgen gibt es von „Dexter“ auf Netflix?
Insgesamt gibt es 96 Folgen, die sich auf 8 Staffeln aufteilen. Jede Episode dauert dabei etwa 55 Minuten. Insgesamt kommt man daher auf über 80 Stunden Serienvergnügen. Obwohl, wie oben schon erwähnt, die Staffeln 5 bis 8 nicht mehr ganz an das hohe Niveau der Staffeln 1 bis 4 herankommen.
Darüber hinaus gibt es eine Revival-Staffel aus dem Jahr 2021 mit dem Titel „Dexter: New Blood“. Diese hat 10 Folgen mit einer Episodenlänge zwischen 45 und 55 Minuten. Diese Staffel gibt es bis jetzt nicht auf Netflix (und auch nicht auf Joyn), sondern ist auf Paramount+ zu sehen.
Fazit
Die Serie „Dexter“ mag schon etwas älter sein. Aber sie schafft es immer noch bei den Zusehern, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Zumindest war es bei mir so. Die Serie ist düster (obwohl in Miami fast immer die Sonne scheint), mit komplexen Charakteren, unvorhersehbaren Wendungen und sie wird von Folge zu Folge spannender.
Welcome to Miami – Bienvenidos a Miami
Viel Spaß beim Streamen!
Eure Susi



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